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Berufsgrundsätze und Ethikregeln

CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professionals vertreten bei ihrer Berufsausübung ausschließlich die Interessen ihrer Kunden. Sie handeln dabei im Rahmen der geltenden Gesetze sowie der vom Financial Planning Standards Board Deutschland e. V. aufgestellten Regeln für die Berufsausübung.

Berufsgrundsätze & Ethikregeln

Certified Financial Planner- Professionals

CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professionals schaffen für ihre Kunden eine neue Informationsebene und damit die Grundlage, Finanzentscheidungen mit höherer Sicherheit und Effizienz zu treffen.

Analyse, Planung und Struktur

Der Certified Financial Planner analysiert nach ausführlicher Datenerfassung und Datenermittlung die gesamte Finanz- und Vermögenssituation des Kunden sowie seines persönlichen Umfeldes.

Er definiert gemeinsam mit dem Kunden die Zielvorgaben für eine künftige Finanz- und Vermögensstruktur.
Er erstellt kurz-, mittel- und langfristige Finanzplanungen auf Basis dieser Zielvorgaben und der individuellen Finanz- und Vermögensstruktur.
Er erarbeitet Abweichungsanalysen als Grundlage für alternative Handlungsempfehlungen.
Er entwickelt Optimierungen der Finanz- und Vermögensstruktur, insbesondere im Hinblick auf strategische Anlageschwerpunkte unter Einbeziehung von Liquiditäts-, Vorsorge- und Risikoaspekten.

Umsetzung, Szenarien und laufende Begleitung

Der Certified Financial Planner begleitet den Kunden nicht nur bei der Konzeption, sondern auch bei der konkreten Umsetzung und Fortschreibung seiner Finanzplanung.

Er erstellt bei Bedarf unterschiedliche Szenarien, die dem Kunden als Entscheidungshilfe bei der Abwägung mehrerer Alternativen dienen.
Er sorgt für die laufende Aktualisierung der Finanzplanung auf Kundenanforderung oder auf Basis eines turnusmäßigen Aktualisierungsauftrags.
Er berücksichtigt dabei Veränderungen persönlicher Lebensumstände, Entwicklungen an den Finanzmärkten, gesamtwirtschaftliche Veränderungen sowie steuerliche Regelungen.
Er erstellt Finanzplanungen auch in wirtschaftlich schwierigen Situationen, etwa bei Liquiditätsengpässen oder Sanierungen.
Er erstellt Finanzplanungen entsprechend den vom Verband aufgestellten Regeln für die Berufsausübung.
Er bezieht – unter Einhaltung der Vorschriften des Rechtsdienstleistungsgesetzes und des Steuerberatungsgesetzes – gegebenenfalls in Abstimmung mit steuerlichen und rechtlichen Beratern des Kunden die relevanten zivil- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen ein.
Er führt situationsbezogen Finanz- und Anlage-Produktprüfungen im Kundenauftrag durch.
Er unterstützt den Kunden bei der Umsetzung von Handlungsempfehlungen, gegebenenfalls auch gemeinsam mit anderen Beratern.
Die Aufgabe des Certified Financial Planner besteht nicht allein in der Empfehlung einzelner Maßnahmen, sondern in der strukturierten Verbindung von Analyse, Planung, Abwägung und Umsetzung im langfristigen Interesse des Kunden.
Berufsgrundsätze & Ethikregeln

Die Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung

Die Grundsätze ordnungsmäßiger Finanzplanung bestimmen, dass ein Certified Financial Planner die für ihn geltenden Berufsgrundsätze zu beachten hat. Sie bilden den ethischen und fachlichen Rahmen professioneller Finanzplanung.

Grundsatz 1

Objektivität

Objektivität erfordert strenge Sachlichkeit sowie Unvoreingenommenheit. Unabhängig von seiner beruflichen Stellung und den jeweiligen Aufgaben hat der Finanzplaner seine Objektivität zu wahren.

Jegliche Unterordnung, die zu einer Verletzung dieser Berufsgrundsätze führen würde, ist zu vermeiden.

Grundsatz 2

Neutralität

Der Finanzplaner hat seine Aufgaben stets mit einem Höchstmaß an Neutralität auszuführen. Neutralität bedeutet Unparteilichkeit im Interesse des Kunden.

Interessenkonflikte gegenüber Kunden, Kollegen und Arbeitgebern sind offenzulegen. Persönliche Vorstellungen, Vorurteile und Ziele sind konfligierenden Interessen unterzuordnen.

Grundsatz 3

Integrität

Der Finanzplaner hat seine Aufgaben mit einem Höchstmaß an Integrität auszuführen und das vom Kunden in ihn gesetzte Vertrauen durch Offenheit, Ehrlichkeit und Unbescholtenheit zu erfüllen.

Das Streben nach persönlicher Bereicherung ist zu unterlassen. Integrität gilt nicht nur dem Buchstaben, sondern auch dem Sinne nach.

Grundsatz 4

Kompetenz

Der Finanzplaner hat seine Aufgaben mit einem Höchstmaß an Kompetenz auszuführen. Er hat dafür Sorge zu tragen, das notwendige Kompetenzniveau zu erreichen, zu bewahren und auszubauen.

Zweifelsfälle und Grenzsituationen sind zu erkennen. In solchen Fällen ist die Hilfe kompetenter Dritter in Anspruch zu nehmen oder der Kunde über fehlende Kompetenz zu informieren.

Grundsatz 5

Professionalität

Der Finanzplaner hat seine Tätigkeit fachmännisch auszuüben und seinen Berufsstand mit Würde und Respekt zu vertreten, um dessen öffentliches Ansehen zu stärken.

Dazu gehört auch die Verpflichtung, mit anderen Berufskollegen konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Grundsatz 6

Vertraulichkeit

Der Finanzplaner hat die ihm vom Kunden bereitgestellten Informationen absolut vertraulich zu behandeln und seine Aufgaben mit einem Höchstmaß an Vertraulichkeit auszuführen.

Vertrauliche Kundeninformationen dürfen nur mit Erlaubnis des Kunden oder aufgrund gerichtlicher beziehungsweise behördlicher Verpflichtung offengelegt werden.

Berufsgrundsätze & Ethikregeln

Ethikregeln des Certified Financial Planner

CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professionals verpflichten sich, Finanzplanung im Interesse ihrer Kunden und unter Einhaltung höchster ethischer und beruflicher Standards durchzuführen. Gleichzeitig tragen sie Verantwortung für die Integrität und Weiterentwicklung ihres Berufsstandes.

Vorrang des Kundeninteresses

Die Interessen des Kunden stehen stets an erster Stelle. Persönliche Vorteile und eigene Interessen sind konsequent hinter das Kundeninteresse zurückzustellen.

Integrität

Integrität erfordert Ehrlichkeit, Offenheit und Verlässlichkeit. Sie ist die Grundlage des Vertrauensverhältnisses zwischen Finanzplaner und Kunde.

Sie schließt Täuschung aus und verlangt, dass nicht nur nach dem Wortlaut, sondern auch nach dem Geist der Ethikregeln gehandelt wird.

Objektivität

Objektivität bedeutet intellektuelle Ehrlichkeit und Unvoreingenommenheit. Entscheidungen basieren auf fundierter fachlicher Urteilskraft und nicht auf persönlichen Interessen.

Fairness

Fairness bedeutet, Kunden das zu bieten, was ihnen zusteht und was sie von einer professionellen Beziehung erwarten dürfen – einschließlich Transparenz und Ausgewogenheit.

Professionalität

Professionalität erfordert respektvolles Verhalten, die Einhaltung fachlicher Standards sowie die Verantwortung, das Ansehen des Berufsstandes aktiv zu stärken.

Kompetenz

Kompetenz erfordert kontinuierliche Weiterbildung sowie die Fähigkeit, eigene Grenzen zu erkennen und bei Bedarf andere Fachleute einzubeziehen.

Vertraulichkeit

Kundeninformationen sind zu schützen und ausschließlich autorisierten Personen zugänglich zu machen. Vertrauen setzt absolute Diskretion voraus.

Sorgfalt

Sorgfalt bedeutet, alle beruflichen Aufgaben gewissenhaft, strukturiert und mit der erforderlichen Aufmerksamkeit auszuführen – von der Planung bis zur laufenden Betreuung.

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